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Gründungskonzert des Studienstiftungsorchesters NRW

 

Eine Rezension von Roland Schilling, Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der am 28. April 2013 das Gründungskonzert des Studienstiftungsorchesters NRW in der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf besuchte.

Das Programm umfasste den Ungarischen Tanz Nr. 17 von Johannes Brahms sowie die Symphonie Nr. 1 in c-moll op. 3 („Die Glocken von Zlonice“). Es dirigierte der Gründer und Leiter des Orchesters – Gregor A. Mayrhofer, selbst Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Als das Konzert mit dem 17. Ungarischen Tanz von Brahms begann, diente dieses nun nicht unbekannte Werk scheinbar den Streichern noch dazu, ihre innere Ruhe und klangliche Mitte zu finden, aber die Leistungen von Bläsern und Percussion waren sehr gut und besonders die Tempiwechsel waren prägnant herausgearbeitet. Hier war dem geneigten Publikum schon Mayrhofers Leistung am Taktstock offenkundig: Sein Stil wechselte zwischen energischem Einsatz und smarter Zurückhaltung, aber diese Vielfalt erschien nie als Wankelmut oder eine oft gesehene Dirigenten-Hilflosigkeit, sondern diese Wechsel waren immer wohlüberlegt und notwendig.

Die erste Symphonie von Dvorak ist ein selten gehörtes Werk. Nach dankerfüllten Grußworten von Dr. Weingärtner entfalteten die Streicher einen romantisch-vollen Klangkörper, was aufgrund der gerade eben ausreichenden Streicherbesetzung als bewundernswert angesehen werden muss.

Dieses selten gespielte Frühwerk, das selbst der Komponist niemals hören durfte, da er das Manuskript vor Uraufführung verschickte und nie zurückerhielt, zeigte einen wunderbaren Ideenreichtum und eine ausgefeilte Leitmotivtechnik, die Beethoven entlehnt schien. Diese Aspekte arbeiteten Mayrhofer und sein Orchester wunderbar heraus und gerade das überraschend abrupte Ende des dritten Satzes, das einen wie einen Donnerschlag treffen musste, überzeugte.

Insgesamt eine überragende Leistung eines jungen Orchesters, und eine überragende Leistung der Orchesterleitung, die diese Musiker aus ganz Nordrhein-Westfalen jeden Monat aufs Neue zusammenholt. Und vor allem eine erstaunliche Leistung eines sehr jungen Dirigenten.

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Roland Schilling hat den vorstehenden Bericht als Zuhörer des Gründungskonzerts des Studienstiftungsorchesters NRW verfasst.

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